Re: T-Online? Nicht mehr lange! - T-Online will Wirkung von Werbung im Int…
Juni 1st, 2008
> Das dürfte wohl daran liegen, dass die meisten DSL-Interessierten es
> sich schon damals geholt haben, als es eben nur die Telekom angeboten
> hat. Auch sind viele Menschen einfach zu faul, ihren Provider zu
> wechseln (weil ja der Telefonanschluss auch von der Telekom ist, weil
> ihnen zu stressig ist etc.)
Das dürfte unbestreibar sein. Zumal, wenn man zusätzlich auch noch
die tollen Mehrwertangebote (wie Webspace, Mailaccounts) der Telekom
nutzt. Wenn man etwas diversifiziert, was sich angesichts teils
vollkommen unzulänglicher Technik bei T-Online (z.B. Mailserver unter
MS-Software, die, wenn sie denn überhaupt mal liefen, die Umlaute in
ISO8859-1-Mails anderer als MS-Systeme durch Weglassen der
entsprechenden Header verurksten) ohnehin sinnvoll ist, dann ist ein
Wechsel eine Heidenarbeit.
> Und so blöd es klingt, manche wissen nicht mal, dass es in Sachen DSL
> auch noch was anderes als die Telekom gibt.
Das liegt wohl zum Teil an der extrem aufdringlichen Werbung der
Telekom. Mir persönlich geht Robert T. Online schon so auf den Sack,
dabei besitze ich nicht mal einen Fernseher. Plakatwände mit der
Fratze genügen.
> Die 1,5 MBit von T-DSL (bei QSC nur 1,0 MBit) werden von einer
> einzelnen Download-Quelle eh selten voll ausgereizt, und aufgrund des
> niedrigeren Upstreams von T-DSL im Vergleich zu QSC ist zudem auch
> noch ein ACK-Stau zu erwarten, der die tatsächliche
> Downloadgeschwindigkeit ebenfalls reduziert.
Das ist natürlich Unfug.
Bei langen Downloads tendiert die Paketgröße dazu, das Maximum
auszureizen (bei Path MTU Discovery dürfte dies in der Regel Ende zu
Ende bei 1460 Bytes liegen), während ein ACK-Paket satte 52 Bytes,
jeweils zuzüglich des Headers für das jeweilige Layer 2-Protokoll
hat. Das Verhältnis des Upstreams zum Downstream ist nicht so groß,
daß die Paketgröße ins Gewicht fallen dürfte, selbst wenn keine
Delayed ACKs eingesetzt werden.
Bei Online-Spielen über TCP kann die Sache natürlich durchaus anders
aussehen, allerdings erwarte ich da weit mehr Probleme mit der Latenz
als mit der Bandbreite.
> Dazu kommen noch im Schnitt schlechtere Ping-Zeiten sowie die
> Dauerspeicherung der Verbindungsdaten. Und was den Service
> anbelangt, so ist QSC zwar auch nicht immer das Gelbe vom Ei,
> jedoch überhaupt kein Vergleich zur rosa Chaotentruppe.
Ich brauche den Telekom-”Service” zum Glück nicht so oft, aber was
ich davon erleben durfte, war ziemlich grausig. Das beste war der
Fuzzi, der mir erklären wollte, daß ich bei meinem Router ein
DSL-Modem benötige, weil es anders nicht gehe. Sämtliche Einwände
meinerseits stießen so lange auf vollkommene Ignoranz, bis ich ihn
mit einer geballten Ladung Techno-Babble zugeknallt habe, worauf er
meinte: “Dann wissen Sie mehr als ich”. Was ich bestätigen konnte.
Auffallend übrigens, daß auch in diesem Fall der Fehler verschwand,
obwohl die Telekom nach eigenem Bekunden nichts geändert hat. Das kam
bei mindestens der Hälfe meiner ca. 10 Service-Fälle in den letzten
fünf Jahren so heraus.
> Wenn man also die Wahl hat zwischen QSC und T-DSL gibt es meiner
> Ansicht nach keinen vernünftigen Grund, Telekom zu wählen.
Im Moment sind sie für mich preislich nicht konkurrenzfähig. Leider,
ansonsten hätte ich längst gewechselt. Der “Rosa Riese” liefert mir
für 49 EUR 2300/256 MBit/s (die sogar recht ordentlich nutzbar sind,
Downloadraten um die 250 MBytes/s sind realistisch, wenn der Server
auf der anderen Seite mitmacht) mit 5 GB Freivolumen. Reicht für
mich. QSL hat zum gleichen Preis lediglich 1500/256 im Angebot, bei
einem GByte Freivolumen. Reicht nicht.
Gruß,
Peter.




[…] onlinee 1,5 MBit von T-DSL (bei QSC nur 1,0 MBit) werden von einer > > einzelnen Download-Quelle eh selten voll ausgereizt, und aufgrund des > > niedrigeren Upstreams von T-DSL im Vergleich zu QSC ist zudem auch > > noch ein ACK-Stau zu erwarten, der die tatsächliche > > Downloadgeschwindigkeit ebenfalls reduziert. > > Das ist natürlich Unfug. > > Bei langen Downloads tendiert die Paketgröße dazu, das Maximum > auszureizen (bei Path MTU Discovery dürfte dies in der Regel Ende zu > Ende bei 1460 Bytes liegen), während ein ACK-Paket satte 52 Bytes, > jeweils zuzüglich des Headers für das jeweilige Layer 2-Protokoll > hat. Das Verhältnis des Upstreams zum Downstream ist nicht so groß, > daß die Paketgröße ins Gewicht fallen dürfte, selbst wenn keine > Delayed ACKs eingesetzt werden. Diese theoretische Erörterung scheint zwar an sich richtig zu sein; die Erfahrung von diversen Bekannten mit T-DSL spricht jedoch dagegen; offensichtlich gibt es da noch andere Faktoren, die du nicht berücksichtigt hast. Allerdings tritt das Problem nur auf, wenn sich die Download-Bandbreite auf mehrere Quellen verteilt, so dass ich jetzt etwas ratlos bin… > Im Moment sind sie für mich preislich nicht konkurrenzfähig. Leider, > ansonsten hätte ich längst gewechselt. Der “Rosa Riese” liefert mir > für 49 EUR 2300/256 MBit/s (die sogar recht ordentlich nutzbar sind, > Downloadraten um die 250 MBytes/s sind realistisch, wenn der Server > auf der anderen Seite mitmacht) mit 5 GB Freivolumen. Reicht für > mich. QSL hat zum gleichen Preis lediglich 1500/256 im Angebot, bei > einem GByte Freivolumen. Reicht nicht. Das sind aber alles Angebote für Firmenkunden, und auch wenn es hier keiner erwähnt hat, geht es hier wohl eher um Privatkunden. […]
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