Re: Online-Durchsuchungen sind doch OK…. - Koalitionsstreit über Online-Durchsuchun…
September 29th, 2008
online vorausgesetzt, dass es ganz klar definierte Grenzen gibt.
Die OD wäre nichts und niemanden kontrollierbar - selbst wenn es
Grenzen gibt, glaubst Du ernsthaft die werden eingehalten, weil
alle(!) Politiker, Polizisten und sontige Beamte leuchtende
Beispiele für Ehrlichkeit und Integrität für uns alle sind und
grundsätzlich nur zu unserem Wohle arbeiten?
> Was ich auch nicht aktzeptieren könnte wäre eine verdachtsunabhängige
> Massendurchsuchung von Privat-PC’s ohne richterliche Anordnung.
Darum gehts aber Schäulbe. Denn wenn erstmal Verdacht besteht, wieso
sie noch die Mühe machen und einen Trojaner aufspielen? Woher weiß
man, dass es sich um einen friedliebenden Menschen handelt, wenn man
ihn nicht kennt und nicht beobachtet?
> Aber darum geht es doch gar nicht…
> Zur Zeit ist die Rede von möglicherweise bis zu 20
> Online-Untersuchungen pro Jahr.
Quelle?
Und selbst wenn, siehe hier:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88824
> Dem Vernehmen nach gibt es aber noch Probleme bei der praktischen
> Durchführung der Online-Durchsuchungen. So soll von Regierungsseite
> beklagt worden sein, dass so viele Daten gesammelt worden seien, dass man
> ihrer nicht Herr habe werden können.
Dazu passt die Bemerkung eines Herrn Wiefelpütz neulich im ARD
Morgenmagazin wo erbehauptete, dass es bisher erst zu einer
Onlinedurchsuchung gekommen ist. Wenn das Stimmt: Was machen die
eigentlich, wenn sie doppelt soviele Computer duchsuchen?
Oder Herr Wiefelspütz hat ein wenig untertrieben…
> Und das bei Schwerst-Kriminellen. In
> jedem einzelnen Fall wird vorher ein
> Richter darüber entscheiden und der Quellcode des jeweiligen
> Trojaners bei Gericht hinterlegt.
>
> Und was ist daran bitteschön so schlimm ?
Weil es nicht bei diesen bleiben wird. Die Contendindustrie freut
sich schon darauf.
> Es ist doch nichts anderes als eine Variante einer normalen
> Haus-Durchsuchung wie es sie schon immer gab…
Nein, ein Computer ist viel mehr und eine Hausdurchsuchnug ist NICHT
heimlich.
> ob nun ein Polizei-Team plötzlich unangemeldet vor der Tür steht und
> den PC mit nimmt, oder ob die da vorher online drauf schauen… das
> ist doch nun wirklich egal ! Aber wenn die meinen, so etwas für die
> Terrorabwehr zu brauchen - bitteschön !
Es geht nicht um Terrorabwehr, darum kann es gar nicht gehen. Glaubst
Du wirklich, dass Terroristen einen Ordner “Anschlagsziele” bzw.
“Bombenpläne” und “Kontaktpersonen” anlegen und die darin enthaltenen
Daten in Klartext abspeichern? Glaubst Du nicht, dass man die Daten
so verschlüssen könnte, dass es, wenn sie tatsächlich entschlüsseln
könnte es nicht Jahrzehnte zu spät ist?
Es kann nur darum gehen, private Daten von Bürgern auszuspähen, denn
die die wirklich etwas zu verbergen haben, werden ganz sicher ihre
Daten zu schützen, dass man sie per Onlinezugriff ganz einfach
unmöglich auslesen kann. Dazu muß man meiner Ansicht nach auch kein
IT-Profi sein.
Wodurch mein/unser Leben sicherer werden sollte, wenn der Staat mit
dem Argument des Verdachts, jederzeit private Daten bespitzeln kann,
wüsste ich nicht.
> Bis zu 20 kontrollierte Fälle im Jahr - es ist doch paranoid zu
> glauben, dass das grundsätzlich die Freiheit der Menschen in diesem
> Land einschränken würde. Da ist wirklich nichts Schlimmes dran …
>
> Tja, aber das dumme Wahlvieh fällt mal wieder auf die typische,
> paranoide, hysterische Propaganda rein, ohne sich vorher mal genau
> darüber zu informieren, was genau eigentlich geplant ist.
Das dumme Wahlvieh ist eher das, was auf den Blödsinn von Leuten
herheinfällt, mann könnte dadurch für mehr Sicherheit sorgen in dem
Daten ermittelt, die nicht ermittelbar sind.
> Hauptsache
> erstmal rum schreien, von wegen George Orwell und so… hört sich ja
> irgendwie immer ganz schlau an und so…
>
> … aber sobald dann mal wieder ein Terror-Anschlag mit tausenden
> Toten passiert, dann heisst es wieder : “Wieso konnten die das nicht
> verhindern…?”
Kann man auch nicht, das würde ich vor, während und nach einem
Anschlag sagen und zwar auch denn wenn mir nahestehende Angehörige
unter den Opfen sind. Auch 9.11 wurde nicht in aller Öffentlichkeit
geplant, so dass man es hätte sehen können. Es hätte nur eine
Möglichkeit gegeben: Überall Kameras und Mikrophone auf öffentlichen
Plätzen und in JEDEN Raum eine JEDEN Wohnung.
Der Traum vpon der absoluten Sicherheit von Anschlägen ist ein Traum
und wird niemals mehr als das werden.



